Woher die Farbe im Wein kommt und was sie uns sagt…

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Woher die Farbe im Wein kommt und was sie uns sagt…

Wenn es um die Farbe eines Weines geht, unterscheiden die meisten nur in Rot, Weiß und Rosé. Dabei spielt sie eine sehr große Rolle im Tasting und kann Eindrücke über Qualität, Herkunft, Alter und Rebsorte geben. Genau deshalb ist die Weinfarbe auch ein erster Indikator für den Geschmack. Das sollte man bei seinem nächsten Glas Wein beachten:

Farbe im Wein kommt von der Traubenhaut

Anders als viele denken steckt, die Farbe nicht in dem Saft der roten und weißen Weintrauben, sondern in den Traubenschalen. Um das zu testen reicht es aus, wenn man einfach mal eine rote Weintraube zwischen den Fingern zerquetscht. Was man sieht, ist ein mehr oder weniger klarer, farbloser Saft. Der Champagner zum Beispiel wird oft aus roten Rebsorten, dem Pinot Noir und Pinot Meunier hergestellt. Andere Beispiele sind Weine die als “Blanc de Noir” oder auf Italienisch “Bianco da Uve nere” bezeichnet werden. Das sind Weine wie der Bianco di Morgante, die ebenfalls aus roten Rebsorten, in diesem Fall Nero d’Avola erzeugt werden.

Sowas funktioniert folgendermaßen: Wenn man die roten Weintrauben gelesen hat, werden diese gepresst. Möchte man nun einen Champagner oder einen Weißwein aus roten Rebsorten erzeugen, trennt man den Traubenmost (=Saft) so schnell wie möglich von der Haut. Möchte man einen Rotwein erzeugen, lässt man Most und Traubenschale zusammen. Das kann dann je nach Farbintensität sogar mehrere Tage bis Wochen dauern. Dabei spielt eine große Rolle welche Rebsorte verwendet wird. Während Rebsorten wie Syrah oder Nero d’Avola eine sehr dicke Haut haben und deshalb farbintensivere Weine erzeugen, gibt es andere Rebsorten die weniger Farbe in den Wein abgeben.

Farbe im Wein erster Indikator für Geschmack

Neben der Pigmentierung der jeweiligen Rebsorte enthält die Traubenschale auch Tannine. Tannine sind die Bestandteile im Wein, die man auf der Zunge oder im Zahnfleisch spürt und dafür sorgen, dass man das Gefühlt hat es ziehe sich alles zusammen. Um so länger die Maischestandzeit, desto dunkler und tanninreicher wird der Wein am Ende. Außerdem sind Weine mit einer intensiven und dunklen Farbe meist schwerer und konzentrierter mit vollem Körper. Weine mit helleren Rottönen sind meistens leichtere Weine mit weniger Tanninen. Die unterschiedliche Farbe im Wein wird wie folgt bezeichnet (hell nach dunkel): hellrot, ziegelrot, rubinrot, granatrot, purpur, violett, bläulich, schwarz.

Während des fortschreitenden Alters kann sich außerdem die Farbe im Wein ändern. Bei Rotweinen nimmt die Intensität der Farbe mit der Zeit immer mehr ab. Bei Weißweinen hingegen wird sie meist kräftiger. Ist ein Rotwein kaum noch rot und vielleicht sogar trüb, deutet es darauf hin dass er schon zu alt ist und vielleicht gar nicht mehr schmeckt.

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