Was sind grüne Tannine und wie erkennt man sie?

grüne Tannine im Wein - vinoamano.de

Was sind grüne Tannine – Und wie unterscheiden sie sich von “normalen” Tanninen?

Grüne Tannine

Tannine, manchmal auch “Gerbstoffe” genannt gehören zu der Familie von Polyphenolen. In erster Linie sind sie ein natürlicher Schutz für die Pflanzen vor äußeren Einwirkungen sowie ein Oxidationsschutz. Man findest sie in verschiedenen Qualitäten in der Traubenschale, dem Stiel und den Kernen, aber auch in anderen Früchten sowie Holz. Deshalb verwenden viele Winzer “Barrique-Fässer” um die weichen und eleganten Tannine vom Holz in den Wein zu bekommen.

Je nachdem aus welchen Bestandteilen die Tannine stammen, sind sie mal kräftiger oder mal milder. In der Traubenschale stecken die milden und weichen Tannine die auch im Wein gewünscht sind, um ihn etwas Kraft zu verleihen. In den Stielen sowie Kernen befinden sich die “grünen Tannine” die meist zu kräftig sind und den Mund zu sehr austrocknen. Daher “entrappt” man die Weintrauben, das heißt man entfernt die Stiele vor der Weiterverarbeitung und presst die Trauben dann nur ganz sanft, um die Kerne nicht zu beschädigen. Gute Tannine kommen dem Weintrinker oft sehr weich vor und verbessern das Geschmackserlebnis, die schlechten “grünen Tannine” aus Kernen und Stielen oder auch wenn die Weintrauben noch viel zu unreif bei der Lese waren, schmecken im Wein später oft sehr hart und entziehen dem Mund alle Feuchtigkeit, trocknen ihn aus. Solch schlechte Tannine können sich auch mit dem Alter nur schwer abbauen.

Wann kann ich erkennen ob ein Wein zu viele oder schlechte Tannine hat?

Meistens kann man es sehr schnell am Geschmack fest machen. Wenn der Wein sehr “hart” und “sandig” schmeckt, sowie den Mund völlig austrocknet, sind höchstwahrscheinlich unreife, zu viele oder eben grüne Tannine mit verarbeitet worden. Man könnte es auch testen, indem man nach dem Schluck Wein versucht zu pfeifen. Wenn es möglich ist, hat der Wein keine grünen Tannine.

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