Weinetikett richtig entziffern

Weinetiketten richtig lesen - vinoamano

Weinetikett richtig entziffern

In der heutigen Zeit gibt es Weinetiketten in allen Formen und Farben. Dabei werden die Winzer immer kreativer. Dadurch können sie sich von der Konkurrenz abheben. Das ist eigentlich auch ein ganz kluger Schritt. Denn viele Leute die wir gefragt haben, kauften schon mal einen Wein, weil das Etikett so ansprechend war. Verständlich. Denn jeder “Nichtkenner”, der mal vor einem Weinregal stand, weiß wie schwierig es ist, das Richtige zu finden. Wenn dann gerade kein Verkäufer bereit steht, wissen viele nicht woran man sich orientieren soll. Dabei gibt es ein paar Punkte, die auf vielen Etiketten gleich sind und an denen man erkennen kann, um was für einen Wein es sich handelt.

Die verschiedenen Weinetikett-Arten

Ganz grob gibt es drei bis vier verschiedene Arten von Weinlabels.

  1. Nach der Region/Ortschaft oder Lage
  2. Mit Fantasienamen
  3. Das Etikett nach der verwendeten Rebsorte
  4. Eine Kombination aus Rebsorte und Fantasiename.

1. Das Etikett nach Region/Ortschaft oder Lage

Gerade in Europa, gibt es spezielle Regionen oder Lagen, die im Laufe der Zeit einen besonderen Ruf erreicht haben. Weine aus solchen Gebieten, tragen fast immer auch den selben Namen auf dem Weinetikett. Besonders bekannt sind zum Beispiel Barolo und Chianti aus Italien. Oder Bordeaux aus Frankreich, sowie Rioja aus Spanien. Alle samt besondere Gebiete. Dabei unterliegen diese Weine strengen Kontrollen und gesetzlichen Vorschriften. Somit hat man nicht nur eine Herkunfts-, sondern gleich auch eine Qualitätsgarantie.

Beispiel:

Auf diesem Bild sieht man zum Beispiel den Ascheri Barolo. Oben und unten ist der Name des Weingutes abgebildet. Und in der Mitte steht der Name seiner Region. Die Barolo-Gegend befindet sich im Piemont. Weine aus dem Gebiet “Barolo” gehören zu den besten in ganz Italien.

Ascheri Barolo - vinoamano

2. Weinetikett mit Fantasienamen

Weine die einen Fantasienamen tragen, kommen meist nicht aus einem geschützten Gebiet. Oder sie werden nicht aus zugelassenen Rebsorten produziert. Beispielsweise darf ein Barolo nur aus der Rebsorte “Nebbiolo” produziert werden. Alle anderen Traubensorten sind nicht zu gelassen. Dabei müssen die Art Weine nicht unbedingt schlechter sein. Oft versucht der Winzer nur seiner Kreativität freien Lauf zu lassen. Das passt nicht zu den alten Gesetzen und Vorgaben. Andererseits verwenden besonders die “billigen” und “fragwürdigen” Weine häufig Fantasienamen. Darum ist es bei solchen Etiketten wichtig, besonders gut aufzupassen und sich mehr Informationen über den Winzer einzuholen.

Beispiel:

Auf dem zweiten Bild sieht man ein Beispiel für solche Weinetiketten. Der Name Costalago ist frei erfunden. Das Gebiet des Weingutes liegt in der Gegend des Valpolicella. Allerdings verwenden die Macher auch Rebsorten wie Merlot und Cabernet. Nicht gerade typisch und für einen Valpolicella deshalb nicht zugelassen. Darum muss der Wein einen anderen Namen tragen. Trotzdem kommuniziert der Winzer noch viel mehr Informationen. Beispielsweise erklärt er, aus welchen Traubenarten der Wein entsteht. Außerdem steht ganz unten der Name der Kellerei.

Costalago Zeni - vinoamano

3. Das Etikett nach der Rebsorte

In Italien werden viele Weine reinsortig produziert. Dadurch steht der Name der Rebsorte oft vorne auf dem Etikett. Aber hier gibt es etwas zu beachten. Nicht immer sind die Weingesetze eindeutig. In manchen Regionen kann man auch nur bis zu 75% der Traubenart verwenden, die auch vorne auf dem Etikett steht. Dabei benutzen hochwertige Weingüter meistens 90% – 100%.

Beispiel:

Beim Dissegna Pinot Grigio zum Beispiel, ist der Winzer etwas minimalistisch. Vorne findet man die Information über die verwendete Rebsorte. Unten nochmal einen kleinen Hinweis auf das Weingut. Schaut man auf das hintere Label, erfährt man noch aus welcher Region der Wein stammt.

Dissegna Pinot Grigio - vinoamano

4. Kombination aus Rebsorte und Fantasiename

Die letzte Variante ist gerade bei italienischen Weinen wohl die Häufigste. Um sich bei den Kunden einzuprägen, verwenden viele Winzer eine Kombination aus Fantasiename und Rebsorte. Erstens schaffen sie dadurch etwas Individualität. Bei der Anzahl an verschiedenen Weinen auf dem Markt bestimmt sehr wichtig. Und zweitens stellen sie trotzdem noch grundlegende Informationen bereit. Manchmal kombinieren die Winzer auch den Fantasienamen mit der Region bzw. Lage.

Beispiel:

Auf dem letzten Bild sieht man den Rari Nero d’Avola. Das Wort “Rari” ist ein Fantasiename. Den benutzt die Kellerei speziell für diese Linie. Weiter unten findet man den Namen der verwendeten Rebsorte. Nero d’Avola wird fast nur auf Sizilien angebaut.

Rari Nero d'Avola vinoamano

Auch das hintere Label begutachten

Besonders wichtig sind auch die Etiketten auf der Rückseite. Hier findet man oft viel mehr Informationen. Zum Beispiel über den Produzenten, den Alkoholgehalt und manchmal sogar eine kurze Beschreibung des Weines. Es lohnt sich also einen Blick darauf zu werfen.

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