Säure im Wein – Erklärt bei vinoamano

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Säure im Wein

Was ist Säure im Wein und kann man sie auch schmecken ? In diesem Artikel schauen wir uns eines der wichtigsten Merkmale beim Wein etwas näher an und erklären, warum die Säure sogar sehr wichtig sein kann. Besonders in der Kombination mit Speisen nimmt sie eine entscheidende Rolle ein.

Das ist die Säure im Wein

Die Säure in Weiß- und Rotweinen sorgt für den schönen, leicht herben und frischen Geschmack. Dabei gibt es im Wein nicht nur eine einzige Säureart, sondern sie setzt sich aus verschiedenen Säuren zusammen. Die am stärksten vorkommenden Arten sind die klassische Weinsäure, Apfelsäure und Zitronensäure. Außerdem gibt es noch die Milchsäure. Diese ensteht aber erst im Ausbau. Die Weinsäure und die Milchsäure sind eher weicher und geschmeidiger. Die Apfelsäure, ist wie bei Äpfeln fruchtig und die Zitronensäure prickelnd (Wie bei Zitronen). Im hohen Alter kann außerdem Essigsäure entstehen.

Grundsätzlich enthält jeder Wein Säure. Sie wird meistens in g/L angezeigt. Bei Weißweinen kann diese zwischen 4 und 10 g/L liegen. Bei Rotweinen meistens nicht höher als 6 g/L. Wie viel Säure ein Wein erzeugt, liegt an verschiedenen Faktoren. Zum Beispiel am Wetter. In kälteren Regionen wie Deutschland, erzeugen die Weine oft eine höhere Säure (Riesling). Das liegt zum Teil am Boden und an den Temperaturen. Dadurch das diese nicht so hoch sind, bleibt in den Trauben mehr Säure. In warmen Regionen wie Apulien oder Sizilien hingegen, reifen die Trauben sehr gut und lange. Dadurch ergibt sich meist wenig Säure.

Kann man Säure in Wein schmecken ?

Säure ist eines der Merkmale, die man im Wein gut schmecken und definieren kann. Trotzdem gibt es dabei noch eine andere wichtige Eigenschaft zu berücksichtigen. Nämlich den pH-Wert. Dieser sagt aus, wie sauer oder nicht sauer ein Wein schmeckt. Die gesamte pH-Skala reicht von 1 (sehr sauer) -14 (basisch) . Wasser ist neutral und hat den Wert 7. Rot- und Weißweine liegen zwischen 2,5 – 4,5 und somit immer auf der sauren Seite der Skala. Ein Wein mit niedrigem pH-Wert ist geschmacklich saurer, als mit hohem pH-Wert. So können Weine, obwohl sie den gleichen Säuregehalt in g/L haben, trotzdem verschieden “sauer” schmecken.

Süße hilft gegen Säure

Um der Säure geschmacklich zu entgegnen, kann man mit der Restsüße des Weines spielen. Die Süße lässt die Säure nicht mehr so stark schmecken. Am Besten lässt sich das in einem Vergleich zwischen Limonade und Zitronensaft erklären. Obwohl beiden den selben pH-Wert besitzen ( circa 2,5 ), schmeckt man die Säure bei der Limonade nicht so stark raus. Das liegt daran, dass die Süße dominiert.

Mit welchen Speisen kann man säurebetonte Weine kombinieren

Bei Wein und Essen ist es ein bisschen wie beim Karma. Es sollte immer ein Gleichgewicht entstehen. Um die Säure etwas zu neutralisieren, empfiehlt es sich den Wein mit fettigem, süßen oder salzigen Speisen zu kombinieren um einen Ausgleich zu schaffen.

Warum ist die Säure im Wein wichtig

Oft wird versucht Weine mit höherem Säuregehalt zu vermeiden. Viele Leute verbinden damit etwas Negatives. Dabei ist die Säure im Wein extrem wichtig. Hat ein Wein zu wenig Säure und damit auch einen zu hohen pH-Wert (höher als 4,5), ist er nicht stabil und kann kaputt gehen. Außerdem funktioniert sie als ein natürlicher Schutz vor Alterung. Gerade Weißweine mit langer Lagerfähigkeit, haben oft eine höhere Säure.

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